22. Juli 2011

Johannisbeergelée, entsaftet im Steamer


Wir haben bei uns im Garten 2 ältere Johannisbeersträucher und ein etwas jüngerer Strauch. Dieses Jahr konnten wir sehr viele Johannisbeeren ernten. Ich habe davon zwei Kuchen gebacken und die restliche Menge entsaftet. Das gab 4.3 Liter Saft, welchen ich zu Gelée kochte. Das enstaften im Steamer funktioniert bei den Johannisbeeren einwandfrei, schnell und ohne grosse Schweinerei.



Ich fülle eine Lochschale mit so vielen Johannisbeeren wie Möglich und gebe sie in den Steamer. Eine grosse Schale darunterstellen und bei 100° etwa 1 Stunde entsaften.



Wenn die Stunde um ist, gebe ich die Resten der Beeren in den Kompost, ohne sie gross auszudrücken. Denn so würde der Saft trüb werden. Nun gebe ich die Schraubgläser mit Deckel in den Steamer und lasse diese ebenfalls bei 100° 10 Minuten ausdampfen. Die Gläser lasse ich im geschlossenen Steamer bis ich den Gelée gekocht habe.





Auf 750 ml Saft nehme ich bei diesem Gelée ein Kilo Gelierzucker, beides zusammen aufkochen und während 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.



Nun eine Minute stehen lassen, hat es danach noch Schaum schöpfe ich diesen ab und fülle den Gelée in die ausgedämpften Gläser mit Schraubdeckel. Diese werden warm zugedeckt und so können sie über längere Zeit langsam erkalten. Ich liebe diesen Gelée, als Aufstrich mit Butter zu einem feinen Zopf oder Brot, und finde er passt auch ausgezeichnet in Kombination mit Käse. Damit lassen sich auch ganz toll Chrömli/Guetzli füllen oder als Teilfüllung in einer Torte verwenden. Bei meinen Schoggifüllungen in den Motivtorten ist eine Schicht Johannisbeergelée enthalten.

E Guete
Irene

Kommentare:

  1. Oh wie toll- Johannisbeergelee! Sieht sehr lecker aus!! Und auch noch aus dem eigenen Garten... Oh Herz was willst Du mehr?

    Liebe Grüße
    Tanja

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  2. @ Tanja, genau und seit die Kinder so fleissig waren beim ablesen bin ich nicht mehr die einzige die den so sehr liebt :)

    Grüessli

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  3. Das gefällt mir! Bisher ist mir gar nicht klar, was man mit so einem Teil alles anfangen kann. So einen alten Entsafter habe ich nämlich entsorgt, damit würde ich nie arbeiten...

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  4. Liebe Barbara, man kann sehr viel damit anfangen. Jedoch Quitten entsaften geht nicht, da müsste es einen Steamer mit Druck sein. Ich habe auch erfolgreich Kirschen entsaftet und Kirschengelée gekocht. Resi aus dem Steamer ist unschlagbar, auch Gschwellti und natürlich das Gemüse als Beilage. :) Ich würde meinen nicht mehr hergeben wollen.

    Grüessli
    Irene

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  5. Machnoch mehr draus:
    statt
    "gebe ich die Resten der Beeren in den Kompost"
    einfach für 24 Stunden mit Essig überdecken.
    Abfiltriert ergibt dies einen wunderbar fruchtigen Essig.
    Geht mit den Resten (Pulpe und Kernen) aus der Himbeer-Gelee-Herstellung noch besser.

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  6. @ Alfred Hugo danke dir für den tollen Vorschlag, ich werde ihn gleich notieren für nächstes Jahr, da ich nun alle Johannisbeeren verarbeotet habe. Den Versuch könnte ich aber mit den Quitten machen :)

    Grüessli
    Irene

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